Wohin wir gehen

Hier geht es um rare Einzelstücke oder auch Mehrteiler der Fernsehproduktion!
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McGoohan75
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Wohin wir gehen

Beitrag von McGoohan75 » 16.10.2013, 22:48

"Wohin wir gehen" ist ein 1975 entstandener Fernsehfilm des ORF, der nur eine knappe Stunde dauert und weder vom ORF selbst als veröffentlichenswert eingestuft wird, noch von "Der Standard-Hoanzl: Edition österreichischer Film". Weil die Laufzeit auch kurz ist-was bei Pidax ja nicht so stören würde, da existiert genügend vergleichbares.
Inwieweit der Film in Deutschland bekannt ist, das weiss ich nicht-Abnehmer würde er sicher auch finden.

Inszeniert hat den Film der damals in Deutschland/Österreich sehr gefragte Regisseur Herbert Fuchs (nicht zu verwechseln mit dem Schauspieler Fux!). Ein sensibel und still gefilmter "Road Movie", wie man heute sagen würde.

Zum Inhalt:
ein Mann in seinen 30ern (Herwig Seeböck) nimmt nach Einbruch der Dämmerung einen Anhalter mit. Es ist ein alter, weißhaariger Mann (Attila Hörbiger), ein pensionierter Lehrer. Er ist offenbar aus dem Seniorenheim ausgebüchst und ist ebenso weise und intelligent, wie er auch Anzeichen fortgeschrittener Demenz zeigt. Er hält den Autofahrer für seinen Sohn, der ihn nach Hause bringen soll. Der alte Mann weiß allerdings nicht so recht, wo das sein soll. So besuchen die beiden im Laufe des Abends die alte Schule des Lehrers und seine Tochter, letztendlich auch das Heim. Während der Fahrt und der Begegnungen entsteht zwischen den Männern eine Art Bindung, die zu Gesprächen ganz besonderer Art führt.

Dieser berührende, sehr subtil und sensibel inszenierte Film wurde seinerzeit sehr gelobt und wühlte auf. Nach mehreren Wiederholungen bis Mitte der 80er (aus jener Zeit sah ich 1999 eine VHS-Aufzeichnung) verschwand der Film von den Bildschirmen.

Neben Attila Hörbiger und Herwig Seeböck waren Herbert Propst, Michael Janisch und wieder mal "meine" Grete Zimmer zu sehen.

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