Ab 28.06.2013 bei uns!
Max Frischs groteskes Drama mit Bernhard Wicki, Nicole Heesters, Ernst Jacobi und Hans Caninenberg
Der grundlose Mord eines gewissenhaften Bankangestellten, der einen Hausmeister mit der Axt erschlägt, bildet den Ausgangspunkt der Handlung. Der zuständige Staatsanwalt wacht mitten in der Nacht auf, denn der Fall dieses Axtmörder lässt ihn nicht mehr zur Ruhe kommen. Die Tat ohne erkennbares Motiv begreift er als ein Ausbruch der Gleichförmigkeit des Alltags, als Anklage gegen ein Leben, das nur aus aufgeschobener Haftung besteht. Während sich seine Frau Else verständnislos von ihm abwendet, gesellt sich das junge Dienstmädchen Hilde zu ihm, und erzählt dem Juristen die Legende vom Grafen Öderland. Nun greift der Staatsanwalt zur Axt und beginnt eine Art Amoklauf gegen die etablierte Ordnung, weil er das Leben zwischen Aktenbündeln nicht mehr ertragen kann. Seine persönliche Utopie ist ein freies Dasein, er träumt von einem Leben in der Inselstadt Santorin. Stattdessen muß er mit seiner Rebellenschar im unterirdischen Kanalisationssystem Zuflucht suchen. Von dort aus erobern sie die Residenz. Doch was als Aufstand zur Freiheit gedacht war, endet in der Errichtung einer neuen, ebenso diktatorischen Ordnung.
Hintergrundinformationen:
„Graf Öderland“ ist das groteske Drama individuellen Aufbegehrens gegen ein konventionelles Leben innerhalb gesellschaftlicher Zwänge. Der kritische Impuls richtet sich nicht gegen die Zivilisation schlechthin, sondern gegen ihre zwanghaften Züge. Unübersehbar ist aber auch die Kritik, die der emotionale Anarchismus in dem Stück erfährt. Der Schweizer Autor Max Frisch hat insgesamt drei Fassungen des Schauspiels für die Bühne geschrieben. Die Fernsehbearbeitung des Regisseurs Rolf Hädrich („Mord in Frankfurt“) entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Autor. Der Satz „Graf Öderland mit der Axt in der Hand“ entwickelte sich nach der Uraufführung des Stückes schnell zu einem geflügelten Wort. Für die Hauptrollen konnten populäre Schauspieler wie Bernhard Wicki („Die Brücke“), Agnes Fink („Das Spinnennetz“), Nicole Heesters („Klemperer – Ein Leben in Deutschland“), Ernst Jacobi, Hans Caninenberg und Leonard Steckel verpflichtet werden. Zur Produktionszeit waren Bernhard Wicki und Agnes Fink auch im wirklichen Leben miteinander verheiratet. Für das Szenenbild war OSCAR®-Preisträger Hein Heckroth (u.a. "Der zerrissene Vorhang" von Alfred Hitchcock) verantwortlich, für die Musik Star-Komponist Peter Thomas ("Raumpatrouille Orion", Edgar-Wallace-Filme).
Mitwirkende:
HANS SCHAFFNER PRÄSENTIERT "Graf Öderland" MIT Bernhard Wicki, Agnes Fink, Hans Caninenberg, Nicole Heesters, Ernst Jacobi, Leonard Steckel
Drehbuch: Max Frisch, Rolf Hädrich
Kamera: Wilfried Huber
Szenenbild: Hein Heckroth
Musik: Peter Thomas
Regie: Rolf Hädrich
1 DVD in einem Amaray-Case mit Wende-Inlay (inwendig ohne FSK-Logo)
Laufzeit: ca. 95 Minuten
Bildformat: 4:3 Vollbild s/w
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Sprache: Deutsch
Ländercode: 2 (Europa)
System: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Produktion: Deutschland 1968